HEILPRAXIS für HOMÖOPATHIE und ANTHROPOSOPHIE - Nürnberg

Klassische Homöopathie, Anthroposophische Therapie, Psychosomatik und Biografiearbeit in Nürnberg

Klassische Homöopathie und Wissenschaft

Tropfen und Globuli - Was ist drin - Was wirkt ? 

Der Homöopathie wird oft kein Vertrauen entgegen- gebracht, weil die Ansicht besteht, "Da ist ja nichts mehr drin!", die homöopathischen Tropfen oder Globuli könnten wegen ihrer starken "Verdünnung" nicht wirken. (Über den Unterschied zwischen Verdünnung und Potenzierung vgl. den Abschnitt hierzu auf der Hauptseite "Klassische Homöopathie"). Ein solches Urteil beruht auf einer ganzen Reihe von Irrtümern: 

  • Irrtum Nr. 1: Ein Arzneimittel ist nicht homöopathisch, weil es "verdünnt" oder potenziert ist, sondern, weil es nach dem Ähnlicheitsgesetz eingesetzt wird. Hahnemann selbst hat nach Entdeckung des Ähnlichkeitsgesetzes zunächst mit unverdünnten Urtinkturen homöopathisch gearbeitet.
  • Irrtum Nr. 2: Die in der Homöopathie verwendeten Hochpotenzen sind keine bloßen Verdünnungen. Diesen Irrtum hat schon Hahnemann angeprangert (Vgl. sein Lehrbuch "Organon der Heilkunst" §257). Bloße Verdünnungen würden tatsächlich ab einer bestimmten Stufe unwirksam. Durch das von Hahnemann entdeckte Prinzip der Potenzierung werden aber weitergehende Gesetzmäßigkeiten wirksam.
  • Irrtum Nr. 3: Die Homöopathie kann nur dann eine wirksame Methode genannt werden, wenn ihre Wirkungen mit den Gesetzen der Klassischen Physik verstanden werden können. Eine solche Meinung stützt sich aber auf ein längst überholtes Weltbild!

Die Quantenphysik des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, dass der naive Materialismus, mit der Vorstellung, daß nur grobstoffliche oder "feinstoffliche" Materie oder "Teilchen" Wirkungen ausüben können, auf einem Irrtum beruht! Die immateriellen Wirkungen, von denen die Homöopathie ausgeht, sind aufgrund der Erkenntnisse der modernen Physik sehr wohl möglich!

Der Mensch wirkt mit! - sagt die Quantenphysik 

Eine zentrale Erkenntnis der Quantenphysik ist, daß bei dem Zustandekommen jedes Phänomens der Mensch eine Rolle spielt, die berücksichtigt werden muß. Die heutige Wissenschaft gelangt hier an eine von ihr selbst benannte Grenze, welche der Mensch nur in dem Maße überschreiten kann, in dem er sich selbst erkennt. 

Auftrag der Quantenphysik: Mensch, erkenne Dich selbst! 

Selbsterfahrung durch homöopathische Arzneimittelprüfung: 

Der Forderung nach Selbsterfahrung wird grade die Klassische Homöopathie durch die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen in hohem Maße gerecht.  

Bei einer solchen Arzneimittelprüfung wird das zu untersuchende Mittel in verschieden hohen Potenzen unter wissenschaftlichen Bedingungen einer großen Gruppe gesunder! Menschen beiderlei Geschlechts und der allerverschiedensten Körperbeschaffenheiten verabreicht. Aus den an diesen Menschen aufgetretenen Symptomen wird dann das homöopathische Arzneimittelbild erstellt und in der Homöopathischen Materia Medica dokumentiert.

Bei diesen Prüfungen ergibt sich ein Zweifaches:   

  • Durch die große Zahl der Prüfer entsteht ein zutreffendes Bild über den Umfang der Symptome, die dieses Mittel am Menschen hervorrufen kann.
  • Der Prüfer selbst erfährt etwas über seine eigenen Schwächen und Möglichkeiten des Erkrankens. Grade hierin liegt eine Chance der Selbsterkenntnis.

Hahnemann selbst schreibt dazu in seinem Lehrbuch "Organon der Heilkunst":

 Auch haben diese Selbstversuche für ihn noch andere, unersetzliche Vortheile. Zuerst wird ihm dadurch die große Wahrheit, daß das Arzneiliche aller Arzneien, worauf ihre Heilungskraft beruht, in jenen, von den selbstgeprüften Arzneien erlittenen Befindens-Veränderungen und den an sich selbst mittels derselben erfahrnen Krankheits-Zuständen liege, zur unleugbaren Thatsache. Ferner wird er durch solche merkwürdige Beobachtungen an sich selbst, theils zum Verständniß seiner eignen Empfindungen, seiner Denk- und Gemüthsart (dem Grundwesen aller wahren Weisheit: gnoti se auton - erkenne Dich selbst!), theils aber, was keinem Arzte fehlen darf, zum Beobachter gebildet.
[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage), S. 393.)
 

Der Erkenntnisweg: Anthroposophische Geisteswissenschaft:

Selbsterkenntnis durch Bewußtseinschulung 

Es besteht nun die Möglichkeit, bei einer solchen Arzneimittelprüfung nicht nur die von den Globuli oder Tropfen bewirkten Symptome zu beobachten, sondern die krank machenden und heilenden Kräfte in ihrer Tätigkeit selbst, um diese Kräfte dann auch bewußt handhaben zu können. Auf dem Erkenntnisweg der Anthroposophischen Geisteswissenschaft können die hierzu notwendigen Fähigkeiten gebildet werden. 

Die in der Quantenphysik wahrgenommene Grenze der wissenschaftlichen Erkenntnis kann mit Hilfe der Anthroposophischen Geisteswissenschaft überschritten werden. Selbsterkenntnis und Welterkenntnis auf wissenschaftlichem Niveau bedingen sich gegenseitig auf diesem Weg und führen zu der Befähigung, aus vertiefter Erkenntnis handeln zu können.  

Was wirkt ist der aus Erkenntnis handelnde Mensch!

Für mich persönlich gilt: Die eigene Arzneimittelerfahrung in Verbindung mit einer anthroposophischen Schulung ermöglicht es mir zum einen, die krank machenden Kräfte des Patienten besser zu erkennen und ist darüberhinaus eine Hilfe beim Aufsuchen des homöopathischen Heilmittels. Das homöopathische Mittel als Globuli oder Tropfen ist das Medium zur Übertragung der gewonnenen Erkenntnis.  

Das Wirkprinzip der Homöopathie ist nicht die Verdünnung, sondern das Ähnlichkeitsgesetz.  

Im Gegensatz zu den Gesetzen, welche die unbelebte Materie beherrschen, wie z.B. das Gesetz der Schwerkraft, wirkt das Ähnlichkeitsgesetz aber nicht automatisch und immer; es hat die erkennende Begegnung von Mensch zu Mensch zur Voraussetzung, um wirksam werden zu können. 

Mir ist es ein Anliegen, den Patienten, der das Heilmittel nimmt, so zu begleiten, daß er selbst die Botschaft der heilenden Kräfte erkennt und daraus die Kraft schöpft, sein Leben gemäß seinem ihm eigenen Ziel zu gestalten. 

Zum Stand der wissenschaftlichen Forschung in der Homöopathie

finden Sie Beiträge auf der Homepage des Verbandes der Klassischen Homöopathen Deutschlands VKHD,  und der Homepage der  Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie WissHom.