HEILPRAXIS für HOMÖOPATHIE und ANTHROPOSOPHIE - Nürnberg

Klassische Homöopathie, Anthroposophische Therapie, Psychosomatik und Biografiearbeit in Nürnberg

 

Die Homöopathische Hausapotheke

"Globuli" oder "Kügelchen" sind heute in aller Munde: Man bekommt sie rezeptfrei in der Apotheke, der Apotheker empfiehlt gerne "etwas homöopathisches" fürs Kind, für Schlafstörungen oder Mandelentzündungen, der moderne Hausarzt verordnet natürlich auch gene mal Kügelchen, wenns nicht hilft, hat er ja noch die Schulmedizin zur Hand... Aber:

Falscher Einsatz schadet! - Homöopathie ist keine Laienmedizin!

Ein Laie auf diesem Gebiet ist jeder, der keine fundierte Ausbildung in Klassischer Homöopathie absolviert hat.  

Informationen zu qualitätsgesicherter Homöopathie finden Sie hier: Stiftung Homöopathie-Zertifikat. Homöopathische Arzneimittel sind hochwirksame Medikamente, die Schaden anrichten, wenn sie unsachgemäß eingesetzt werden. Fatalerweise bleiben diese Schäden zunächst meist unbemerkt, da ein homöopathi- scher Laie den Zusammenhang mit der Mitteleinnahme nicht herstellen kann.

Wenn Sie vor Unfällen sicher sein, aber auch für die Hausapotheke die Homöopathie nutzen möchten, sollten Sie daher Folgendes beachten:

Zum Einsatz der Homöopathie in der Hausapotheke: 

  • Nehmen Sie nur Einzelmittel, keine Komplexmittel (mehrere potenzierte Mittel gemischt) Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Apotheker, ob Ihr Mittel auch kein Komplexmittel ist.
  • Beschränken Sie sich auf die Tiefpotenzen: D2, D4, D6, D8, D10 bis D12.
  • Nehmen Sie nie ein Mittel länger als eine Woche ein.
  • Versuchen Sie nicht, einzelne Symptome einer chronischen Krankheit selbst mit einem homöopathischen Mittel zu behandeln, beschränken Sie sich auf banale Akuterkrankungen und kleinere Unfälle, deren Behandlung Sie sich auch ohne Homöopathie allein zutrauen würden.

Empfehlenswert als Ratgeber für die Hausapotheke ist der GU-Ratgeber "Homöopathie" von Werner Stumpf. 

Hinweise zur homöopathischen Selbstbehandlung finden Sie auch in meinem Newsletter "Freund der Gesundheit", dessen Ausgaben ab 2009 Sie sich im Downloadbereich herunterladen können.

Mögliche Folgen bei unsachgemäßer Einnahme von homöopathischen Mitteln: 

  • Unbemerkte Verschlimmerung einer Grundkrankheit durch Unterdrückung von oberflächlichen Symptomen:

Zum Beispiel: Durch Einnahme eines "homöopathischen Mittels", verschwindet die Halsentzündung, und man nimmt nun dieses Mittel immer wieder, sobald diese auftaucht. Tatsächlich hatte man aber nicht das nach den Regeln der Klassischen Homöopathie richtige Mittel genommen, sondern nur eines, das ein einzelnes Symptom vorübergehend zum Verschwinden bringt. Die zunächst unbemerkte Folge: die eigentliche Krankheit bleibt unbehandelt und verschlimmert sich sogar ständig durch Symptomunterdrückung. Schliesslich hilft das "homöopathische Mittel" immer weniger, man gelangt zur Ansicht, daß in "richtigen Krankheiten" eben doch nur die Schulmedizin hilft und greift froh zu diesem Notanker...

  • Neue Symptome durch unbemerkte Arzneimittelprüfung:

Zum Beispiel: Jemand nimmt über Monate hinweg ein "homöopathisches Mittel" ein, um damit seine Schlafstörungen zu bekämpfen. Er kann nun auch immer gut schlafen. Nach einer gewissen Zeit stellen sich aber starke Kopfschmerzen ein, wogegen er Schmerztabletten nimmt, nach wieder einer Zeit kommen Muskelschmerzen hinzu, für die er sich Massagen geben lässt usw... Tatsächlich sind aber die Kopfschmerzen und Muskelschmerzen Ausdruck einer unbewussten "Arzneimittelprüfung" durch das nicht passende und viel zu lange genommene "homöopathische Mittel".

Ein Klassischer Homöopath erkennt solche Zusammenhänge und kann in den meisten Fällen die Folgen solcher Fehlbehandlungen beseitigen und die ganze Gesundheit wiederherstellen. Allerdings kann durch eine lang andauernde Fehlbehandlung der natürliche Krankheitsverlauf so gestört werden, daß die Wiederherstellung ebenfalls eine geraume Zeit in Anspruch nimmt.