HEILPRAXIS für HOMÖOPATHIE und ANTHROPOSOPHIE - Nürnberg

Klassische Homöopathie, Anthroposophische Therapie, Psychosomatik und Biografiearbeit in Nürnberg

 

Anthroposophische Geisteswissenschaft  -  Eine moderne Einweihung 

Ein Erkenntnisweg des Menschen nach Leib, Seele und Geist

Dr. phil. Rudolf Steiner

Dr. phil. Rudolf Steiner

Rudolf Steiner hat in der Anthroposophischen Geisteswissenschaft einen Einweihungsweg gegeben, der es dem Heilpraktiker ermöglicht, durch meditative Übung seiner Sinne, seines Fühlens und seines Denkens, Wahrnehmungsorgane auch für Seelisches und Geistiges zu entwickeln, um so dem Menschen in seiner Ganzheit gerecht werden zu können. 

Moderne Wissenschaft und Spiritualität 

Der Anthroposophische Erkenntnisweg setzt grade dort ein, wo die moderne Physik an ihre selbst erkannte Grenze stösst, um diese zu überschreiten:  

Eine zentrale Erkenntnis der Quantenphysik ist, daß bei dem Zustandekommen jedes Phänomens der Mensch eine Rolle spielt, die berücksichtigt werden muß, wodurch zunächst einer wissenschaftlichen Erkenntnis, auch der materiellen Welt eine Grenze setzt.  

Eine tiefer gehende Erkenntnis setzt voraus, daß der Mensch sich zuvor selbst erkennt und zwar bis in seine leiblichen Zusammenhänge hinein, einschliesslich seiner Abhängigkeit und Beziehung zu den Naturreichen. Genau dies geschieht auf dem Erkenntnisweg der Anthroposophie: Er ist ein Einweihungsweg, der die Überwindung der eigenen Schatten als Voraussetzung zur Erkenntnis hat. 

Der Anthroposophische Erkenntnisweg knüpft an das Tagesbewusstsein des modernen Menschen an, um es weiter zu erhellen. Zugleich mit einer die blosse Psychologie überschreitenden Selbsterkenntnis bis in die leiblichen Zusammenhänge hinein wird so eine Naturerkenntnis möglich, welche die Möglichkeiten der universitären Wissenschaft überschreitet, ohne dabei deren exakte Bewusstseinsklarheit aufzugeben! Die bisherigen Beobachtungen der Naturwissenschaft werden dabei vollständig bejaht, allerdings führt der Weg weiter mit wissenschaftlicher Methodik in die übersinnlichen Bereiche des Seelischen und Geistigen in der Natur und im Menschen.    

Auf Grund dieser Voraussetzungen ist der Anthroposophische Erkenntnisweg dazu geeignet, Spirituelle Heilmethoden wie die Klassische Homöopathie, die sich auf nichtmaterielle Wirkungen stützen, wissenschaftlich zu erforschen.  

Ebenso ist die anthroposophische Schulung eine Grundlage z.B. für die spirituell orientierte Therapeutische Biografiearbeit und die Psychologische Beratung: Sie verhilft dem Heilpraktiker zu einer vertieften Selbsterkenntnis, die wiederum zu einem vertieften Menschenverständnis führt. 

Aspekte des anthroposophischen Menschenbildes sind: 

  • Ausgangsort ist der den Sinnen zugängliche menschliche Körper und das anatomische Wissen darüber. Dieser Körper wird als physischer Leib bezeichnet.             
  • Das Zusammenspiel der Organe, welches diesen Leib lebendig macht, ist ein im Zeitablauf kunstvoll strukturiertes Kräftegefüge, der sogenannte Ätherleib oder auch Lebensleib. Pflanzen haben neben einem physischen Leib auch einen Ätherleib.
  • Der sich in Raum und Zeit entwickelnde Leib hat Sinnesorgane zur Aussenwelt. Wir reagieren als Menschen auf diese Sinnesreize mit Schmerz und Lust. Das in sich einheitliche an den Körper gebundene Empfindungsgefüge wird als Astralleib oder auch Seelenleib oder Empfindungsleib bezeichnet. Tiere haben neben einem physischen Leib und einem Lebensleib auch einen Astralleib.                           
  • Darüber hinaus hat jeder Mensch einen nur ihm zugehörigen seelischen Innenraum, die menschliche Seele selbst. Sie ist der Ort der Emotionen, von Sympathie und Antipathie. Auch die Fähigkeit, den Sinneserfahrungen durch das Gedächtnis Dauer zu verleihen hat hier ihren Platz. Das an die Sinne und die Gehirntätigkeit gebundene Denken wird auch noch mit zur Seele gerechnet.
  • Im Innersten Kern der Seele lebt als "göttlicher Funke" das menschliche Ich. Im Gegensatz zu Leib und Seele ist es auch dem hellseherischen Blick verborgen. Nur der Mensch selbst kann zu sich "Ich" sagen! Es kann von keinem anderen an ihn herangetragen werden. Der Mensch hat im Gegensatz zum Tier nicht nur Bewusstsein, sondern Selbstbewusstsein. Dieses kommt in der ganzen menschlichen Gestalt, besonders in der Aufrichtung zum Ausdruck.

Reinkarnation und Karma: Entwicklung über den Tod hinaus:

Aus der Kraft seines Ich heraus ist der Mensch dazu in der Lage, seine Zukunft selbstbestimmt zu gestalten und schöpferisch tätig zu sein. Insbesondere kann er sich auf Ziele hin orientieren, die über den Tod hinaus führen.  

Aus dieser Haltung heraus kann er auch den Einweihungsweg der anthroposophischen Meditation betreten, der zur Erfahrung des unsterblichen Wesenskernes, seines höheren ICH führt.

Ergebnis solcher Einweihung ist das Bewusstsein eines nachtodlichen Entwicklungsweges mit der Möglichkeit der Reinkarnation des Menschen. Das geistige Schicksalsgesetz, das Karma sorgt auf diesem Weg dafür, daß das Ich immer wieder an seine erreichten Ergebnisse anknüpfen und immer mehr die Kontinuität seines Bewusstseins auch über Schlaf und Tod hinaus aufrecht erhalten kann.